In »Frag nach Susan« verbringen wir einen Arbeitstag in einem Nagelstudio, in dem der Einfachheit halber alle Angestellten Susan heißen. Die Kundinnen können ihre Namen sowieso nicht aussprechen. Während sie ihre Hände pflegen lassen und dabei intime Details aus ihrem Privatleben ausplaudern, kommentieren die Susans das Geschehen in ihrer Sprache – sie beobachten, machen Witze und lästern.
Hier spricht Autorin Souvankham Thammavongsa, die 2025 mit dem Giller Prize ausgezeichnet wurde, über die Rolle von Sprache, Ironie und Humor in ihrem Roman sowie darüber, was wir an einem scheinbar alltäglichen Ort über Macht, Nähe und Klasse lernen können.