In Erinnerung an die Opfer des Holocaust

Bücher gegen das Vergessen

Am 27. Januar begingen wir den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Vor 78 Jahren, am 27. Januar 1945, wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Immer mehr Zeitzeugen sterben, und die Verbrechen der Nationalsozialisten rücken damit in weitere Ferne.

Umso wichtiger, umso eindringlicher sind Bücher, die uns diese Zeit heranholen. So wie Edith Brucks Erinnerungen »Das barfüßige Mädchen«, das bemerkenswerte Zeugnis einer Frau, die sich stets für die Liebe und gegen den Hass entschied. Oder »Auerbach«, Hans-Hermann Klares Buch über Philipp Auerbach, der Auschwitz überlebte, wie kein anderer für die Überlebenden des Holocaust stritt und sich im Nachkriegsdeutschland einem Prozess von früheren Nazis ausgesetzt sah. Oder die bewegenden Erinnerungen der Holocaust-Überlebenden Ginette Kolinka in »Rückkehr nach Birkenau«, der israelische Familienroman »Das Haus auf dem Wasser« von Emuna Elon und »Das Verschwinden des Josef Mengele« von Olivier Guez. Oder auch der Weltklassiker »Das siebte Kreuz« von Anna Seghers, die berühmten Tagebücher von Victor Klemperer, die wunderbare Wiederentdeckung »Jeder stirbt für sich allein« von Hans Fallada und viele mehr.

Gedenken wir den Opfern, indem wir Bücher gegen das Vergessen lesen — heute, morgen und danach.