»Schreiben muss ich, unbedingt schreiben.«

Was verbindet Tove Ditlevsen und Brigitte Reimann? Zwei Frauen, die um jeden Preis schreiben wollten und zwei Bücher – »Da wohnt ein junges Mädchen in mir, das nicht sterben will« und »Aber wir schaffen es, verlass Dich drauf!«– , in denen sich Mut, Entschlossenheit und Sehnsucht bis heute erstaunlich nah anfühlen.

»Aber wir schaffen es, verlass Dich drauf!« erscheint am 11. März.


Tove Ditlevsen und Brigitte Reimann: Die eine kam 1917 im Arbeiterviertel von Kopenhagen zur Welt, die andere erlebte ihre Jugend in der neu gegründeten DDR – und dennoch haben die zwei Frauen mehr gemeinsam, als man zunächst annehmen könnte. 

In ihren Texten geht es um Herkunft und Familie, um Liebe und Ehen und darum, ob man Mutter sein will und wie. Und obwohl beide nicht alt geworden sind, haben sie – und auch das verbindet Tove Ditlevsen und Brigitte Reimann und macht sie heute noch so aktuell – ihr Leben und Schaffen mit dem Kampf um einen Platz in der Welt verbracht, weil sie als Frauen selbstbestimmt schreiben wollten. 

Da wohnt ein junges Mädchen in mir, das nicht sterben will
Empfehlung

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Gedichte

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24,00 €

Tove Ditlevsen ist auch hierzulande mittlerweile als große Prosaschriftstellerin bekannt. Mit der für Ihr Werk zentralen Kopenhagen-Trilogie gilt sie gilt als Vorläuferin von Autorinnen wie Annie Ernaux und Rachel Cusk.  In ihrer Heimat Dänemark aber wurde sie von Anfang an auch als Dichterin gefeiert – und woran das liegt, lässt sich nun erstmals auf Deutsch erfahren. Am 11. Februar erscheint der Lyrikband »Da wohnt ein junges Mädchen in mir, das nicht sterben will« mit Gedichten aus vier Jahrzehnten, ausgewählt und feinfühlig übersetzt von Ursel Allenstein:

zitatgrafik. Text: »Wie kam es eigentlich, dass ich Schriftstellerin wurde? Als Kind kannte ich das Wort nicht einmal. Ich wollte Dichter werden, und damit meinte ich Lyrikerin.«
Aber wir schaffen es, verlaß Dich drauf!
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Briefe an eine Freundin im Westen

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Wären sie einander begegnet, sie hätten viel zu besprechen gehabt: Klassenunterschiede, Gefühle von Entfremdung, Streben nach Wahrhaftigkeit im Ausdruck. Und auch in Punkto erschütternder Lebenserfahrungen waren beide Frauen einander nicht unähnlich. Ditlevsen wie Reimann heirateten mehrfach und wurden beinahe ebenso oft geschieden, sie machten Erfahrungen mit Krankheit und Schwangerschaftsabbruch.

Und auch wenn sie einander als Mädchen kennengelernt hätten, wären Tove Ditlevsen und Brigitte Reimann vielleicht Freundinnen geworden. Reimanns Brief vom 25. Dezember 1947 lässt jedenfalls einen ähnlichen Geist erkennen:

Zitatgrafik. Text: »Ich habe große Pläne. Wir haben über meinen Beruf gesprochen, und ich will gerne Schriftsteller werden, aber nicht nur nebenbei, sondern als Hauptberuf.«

Rebellische, unabhängige Frauen gehören fest zur DNA der Aufbau Verlage. Man kann sie in unserem Programm entdecken und mit uns wiederentdecken. Wir freuen uns, den Beweis auch im Frühjahr 2026 anzutreten.

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Tove Ditlevsen im Gespräch