»Schreiben muss ich, unbedingt schreiben.«
Tove Ditlevsen und Brigitte Reimann: Die eine kam 1917 im Arbeiterviertel von Kopenhagen zur Welt, die andere erlebte ihre Jugend in der neu gegründeten DDR – und dennoch haben die zwei Frauen mehr gemeinsam, als man zunächst annehmen könnte.
In ihren Texten geht es um Herkunft und Familie, um Liebe und Ehen und darum, ob man Mutter sein will und wie. Und obwohl beide nicht alt geworden sind, haben sie – und auch das verbindet Tove Ditlevsen und Brigitte Reimann und macht sie heute noch so aktuell – ihr Leben und Schaffen mit dem Kampf um einen Platz in der Welt verbracht, weil sie als Frauen selbstbestimmt schreiben wollten.
Da wohnt ein junges Mädchen in mir, das nicht sterben will
Gedichte
Tove Ditlevsen ist auch hierzulande mittlerweile als große Prosaschriftstellerin bekannt. In ihrer Heimat Dänemark aber wurde sie von Anfang an auch als Dichterin gefeiert – und woran das liegt, lässt sich nun erstmals auf Deutsch erfahren. Am 11. Februar erscheint der Lyrikband »Da wohnt ein junges Mädchen in mir, das nicht sterben will« mit Gedichten aus vier Jahrzehnten:
Aber wir schaffen es, verlass Dich drauf!
Briefe an eine Freundin im Westen
Wären sie einander als Mädchen begegnet, vielleicht wären Tove Ditlevsen und Brigitte Reimann Freundinnen geworden. Brigitte Reimanns Brief vom 25. Dezember 1947 lässt jedenfalls einen ähnlichen Geist erkennen:
Rebellische, unabhängige Frauen gehören fest zur DNA der Aufbau Verlage. Man kann sie in unserem Programmentdecken und mit uns wiederentdecken. Wir freuen uns, den Beweis auch im Frühjahr 2026 anzutreten.