02. Sep 2022

Frauen in MINT-Berufen: Ali Hazelwood über ihre neue RomCom

Der Hype geht weiter! Nach »Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe« wartet Ali Hazelwood mit einer neuen RomCom auf: »Das irrationale Vorkommnis der Liebe«. Hier verrät sie, wie die Idee zu ihrer Geschichte entstand, gibt Einblicke in ihre Arbeit als Wissenschaftlerin und schürt die Vorfreude auf den neuen Roman.

Was hat Sie zu der Geschichte von »Das irrationale Vorkommnis der Liebe« inspiriert?

Die Idee dazu kam von meiner wunderbaren Agentin. Mein erster Roman, »Die theoretische Unmöglichkeit von Liebe«, lag den US-Verlagen schon eine Weile zur Prüfung vor, und während meine Agentin Thao Le und ich darauf warteten, von den Lektoren zu hören, haben wir Ideen für neue Bücher zusammengetragen, die ich schreiben wollte. Sie erzählte mir, wie gern sie etwas über konkurrierende Wissenschaftler lesen würde, die davon ausgehen, verfeindet zu sein, aber zugleich über andere Kanäle miteinander kommunizieren – ohne jedoch voneinander zu wissen. Ich fing an, mit dieser Idee herumzuexperimentieren, und der Rest der Geschichte entwickelte sich von selbst.
 

Wie bringen Sie Ihren akademischen Hintergrund, Ihr Wissen und Ihre Erfahrung als Wissenschaftlerin beim Schreiben Ihrer Romane ein?

Zunächst einmal konnte ich auf eine Reihe von Schauplätzen zurückgreifen, die mir sehr vertraut sind (Seminarräume, Labore, Räume, an denen sich Studierende wohlfühlen etc.). Und in meinem zweiten Buch, »Das irrationale Vorkommnis der Liebe« ist die Hauptfigur Neurowissenschaftlerin, was genau meiner Ausbildung entspricht. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, einige meiner Lieblingsthemen aus der Hirnforschung aufzugreifen und sie hier und da in die Geschichte einzubauen.

 

Wie erklären Sie sich die große Faszination von Leser:innen weltweit an Liebesromanen über Frauen in MINT-Berufen und in der akademischen Welt?

Ich bin mir nicht sicher, warum andere Leute sich dafür interessieren. Aber ich selbst schreibe gern über diese Themen, weil sie für mich in der Vergangenheit ausgesprochen stressig waren, und das fiktive Schreiben über viele der Schattenseiten, die ich erlebt habe, es mir ermöglicht, darüber zu lachen und die Komik darin zu entdecken.

 

Was ist das Faszinierende an diesem akademischen Umfeld?

Das empfindet wohl jeder anders. Ich selbst habe mich für eine Laufbahn im MINT-Bereich entschieden, weil es bestimmte Forschungsfragen gab, denen ich nachgehen wollte, und weil ich die einzelnen Prozesse der wissenschaftlichen Arbeit wirklich liebe: das Entwerfen eines Experiments, das Sammeln von Daten und schließlich ihre Analyse.

 

Welche Frauen aus dem MINT-Bereich sind Ihnen beim Schreiben eine Inspiration?

Alle Frauen, mit denen ich mich umgebe – Freundinnen, Mentorinnen, Kolleginnen!

 

In »Das irrationale Vorkommnis der Liebe« spielt ein Twitter-Account unter dem Namen @WhatWouldMarieDo eine große Rolle als Hommage an Marie Curie. Was ist Ihr Lieblingsfakt über diese Ausnahmewissenschaftlerin?

Mich fasziniert ihre Beziehung zu ihrer Schwester Bronia. Marie hat sechs Jahre lang gearbeitet, um ihre Schwester finanziell zu unterstützen, während diese Medizin studierte – und als Bronia fertig war, haben sie die Rollen getauscht und sie hat im Gegenzug Marie unterstützt. Ich liebe es, wie die Schwestern einen Weg gefunden haben, sich gegenseitig zu helfen, um ihre Träume zu verwirklichen.

 

Gab es eine bestimmte Autorin, die Sie inspiriert hat, mit dem Schreiben zu beginnen?

Es gab mehrere, aber eine, die mir sofort in den Sinn kommt, ist PsiCygni, eine beliebte Fanfiction-Autorin im Star-Trek-Fandom. Ich erinnere mich noch genau, wie ich ihre Texte gelesen habe und soooo motiviert war, selbst schreiben zu lernen.

 

Welche Art von Büchern lesen Sie selbst am liebsten?

Jede Menge Liebesromane, jede Menge Fanfiction und Thriller/Mystery/Horror!

 

Was ist Ihr erzählerisches Lieblingsmotiv in einer Liebesgeschichte, Ihre liebste Trope?

Schicksalsgefährten – mit einem Bonuspunkt, wenn sie verfeindet sind.

 

Wie schaffen Sie es, Ihre schriftstellerische Karriere und Ihre wissenschaftliche Arbeit unter einen Hut zu bringen?

Gar nicht. Ich komme immer zu spät und alles, was ich in jedem der beiden Jobs abliefere, ist ein totales Chaos 😎.

 

Was gefällt Ihnen an Liebesromanen besonders?

Einfach alles! Ich liebe die Tropeyness, die Tatsache, dass die Charaktere in diesen Geschichten so sehr im Mittelpunkt stehen, die Gewissheit, dass ich mit einem Happy End rechnen kann, die GefühleTM, die Szenen, wo es heiß wird!

 

Wie sähe Ihr Hollywood-Dreamcast für »Das irrationale Vorkommnis der Liebe« aus?

John Krasinski als Levi, Mila Kunis als Bee, Aubrey Plaza als Rocío, Reese Witherspoon als Kaylee (Ich weiß, die Altersklassen sind völlig durcheinander, aber tun wir doch bitte einfach so, als besäße ich eine Zeitmaschine und könnte in die Zeit zurückreisen, in der diese Schauspieler das perfekte Alter für ihre Rolle haben und sie dann in die Zukunft bringen. Klingt doch nach einer legitimen Verwendung dieser Art von Technologie, oder?)

Weiterer Titel

auch im Gespräch