Von der Autorin des Bestsellers »I’m Glad My Mom Died« – laut, unverblümt und urkomisch!

Jeannette McCurdy spricht im Interview über ihren neuen Roman »Half His Age« – über Adoleszenz, Macht und Selbstbestimmung, über weibliche Wut und darüber, warum Humor und Schmerz oft zusammengehören.
Half His Age
Empfehlung
Hardcover
24,00 €

»I’m Glad My Mom Died« wird von Leser:innen für seine kompromisslose Ehrlichkeit bewundert. Welche Wahrheiten erzählst du in deinem neuen Roman?

In »Half His Age« geht es, glaube ich, um Wahrheiten über Sex, Macht, Selbstbestimmung und das Erleben von Adoleszenz – und vielleicht am meisten um weibliche Wut und um die schlimmen Entscheidungen, zu denen uns das Unterdrücken dieser Wut führen kann.

Grafik mit Zitat aus Interview mit Jennette McCurdy. Text: "Ich versuche meistens einfach, etwas Wahrhaftiges zu schreiben, und ich finde, wahrhaftige Dinge sind gleichzeitig traurig und lustig."

Dein Humor landet oft, bevor der Schmerz einsetzt. Ist Humor für dich ein Weg, über Schmerz zu sprechen?

Ich denke nicht unbedingt über Humor als eine Art, über Schmerz zu sprechen, weil ich ihn nicht als eine Art Abwehrmechanismus begreife. Es ist nicht so, dass ich denke: »Oh, ich will über diese schmerzhafte Sache sprechen, also mache ich sie besser lustig.« Eher ist es so, dass ich einfach glaube, dass im Schmerz Humor steckt – und im Humor Schmerz – und dass alles, was wahrhaftig ist, wahrscheinlich beides ist: schmerzhaft und komisch. 

Jennette McCurdy
Autor:in

Jennette McCurdy ist die Autorin von »I’m Glad My Mom Died«, einem Nr. 1-Bestseller der New York Times, der sich über 90 Wochen auf der Liste hielt.

Durch »Half His Age« zieht sich eine ziemliche Wut. Siehst du Waldo als Teil einer neuen Generation von Mädchen, die wütend sind und es leid sind, zu performen?

Ja, ich sehe Waldo als eine Art Repräsentation genau so eines Mädchens: wütend und müde zu performen. Ich glaube, das ist wirklich eine neue Generation von jungen Frauen – und ich bin froh, dass es sie gibt. Ich denke, frühere Generationen haben sehr viel mehr performt, und diese neue Generation ist klüger, weiser und nicht bereit, sich so viel Bullshit gefallen zu lassen. Es ist unglaublich, das von außen zu beobachten, und ich hoffe, Waldo kann für genau diese jungen Frauen stehen.

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