Perspektiven auf ein vereintes Deutschland
Für viele Deutsche in Ost und West war und ist der 3. Oktober kein Jubeltag, denn die Einheit zog ein mühevolles Zusammenwachsen nach sich. Erst in den letzten Jahren füllte sich der 3. Oktober von allen Seiten mit mehr Leben, hinzugekommen sind auch die immer lauteren Stimmen der Migrant:innen.
Der reiche Diskurs um Identitäten hat zu neuen, vielfältigeren Perspektiven darauf geführt, was dieses Land und seine Bürger:innen seit dem Fall der Mauer ausmacht. Insbesondere im Hinblick auf die vergangenen Landtagswahlen, das Erstarken rechter Kräfte, und die bevorstehende Bundestagswahl 2025 ist es wichtig, ihren Blickwinkel und ihre Erfahrungen in aktuelle Debatten einzubinden. Herausragende Autorinnen und Autoren der Aufbau Verlage tragen dazu bei.
Thüringen steht beispielhaft für die Bedrohung der Demokratie in Deutschland
Martin Debes erzählt die Geschichte eines Landes, das Experimentierfeld extremer politischer Strömungen war und wieder geworden ist: Genau ein Jahrhundert, nachdem in Weimar erstmals Bürgerliche mithilfe völkischer Extremisten regierten, steht die Demokratie in Thüringen vor einer neuen Herausforderung.
Aktualisierte Neuausgabe: Zwei herausragende Stimmen, die die ostdeutsche Debatte kontinuierlich und maßgeblich mitbestimmen
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Der Soziologe Wolfgang Engler und die Journalistin Jana Hensel nahmen die Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 als eine der Ersten zum Anlass, um Ursachenforschung zu betreiben. Sie betrachten drei Jahrzehnte ostdeutsche Geschichte und was Neoliberalismus und internationaler Rechtsruck im Osten bewirkt haben.
Gregor Gysi über Ostdeutschland, über die Letzte Generation und die erste deutsche Kanzlerin
Gregor Gysi, Legende der Linkspartei, der die deutsche Politik geprägt hat wie wenige andere Ostdeutsche. In seinem neuen Buch philosophiert er über Fußball und Ostdeutschland, über die Letzte Generation und die erste deutsche Kanzlerin.
Gregor Gysi und Hans-Dieter Schütt: ein Fünf-Minuten-Dialog am Schnellimbiss
Angela Merkel über die deutsche Verantwortung, die Wiedervereinigung und Migration
Drei Reden von Angela Merkel über zentrale Themen ihrer Zeit als Kanzlerin: die spezifisch deutsche Verantwortung, die Erfahrung der Wiedervereinigung und den Umgang mit Migration.
Zugehörigkeiten und Identitätsvorstellungen im Vereinigungskontext
Ostdeutsch gegen westdeutsch, deutsch gegen nicht-deutsch – seit 1990 wird darüber gestritten, wer dazugehört. Das Jahrbuch Deutsche Einheit 2023 versammelt 15 Beiträge, in denen die nur scheinbar getrennten Konflikte um Zugehörigkeit erstmals im Zusammenhang diskutiert werden.
Nach der Migration ist vor der Debatte
Deutschland ist nicht nur faktisch zu einem Einwanderungsland geworden, sondern auch seinem Selbstverständnis nach. Unsere Gesellschaft lässt sich als »postmigrantisch« beschreiben. Naika Foroutans alltagsdiagnostische Texte sind ein Spiegel unserer Gesellschaft.
Den Kampf gegen die Ungleichheit kann man nicht allein führen
Wer Deutschland und seine plurale Gegenwart verstehen will, muss die Erfahrungen, Prägungen und Erzählungen der Anderen kennen. Naika Foroutan betrachtet Deutschland aus migrantischer Perspektive, Jana Hensel mit dem Blick einer Ostdeutschen. Herausgekommen ist dabei ein Buch für die Westdeutschen.
Eine neue migrantische Mittelschicht, die der Intersektionalität verpflichtet ist
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Anhand ihrer eigenen Biographie erzählt Betiel Berhe, wie schwer sozialer Aufstieg ist, welche feinen Unterschiede niemals verschwinden – und wie in Deutschland eine neue migrantische Mittelschicht wächst, die dem Kampf gegen Klassismus und Rassismus verpflichtet ist.