BAND 326 (2012)

Lexikon der imaginären philosophischen Werke

Autor:in: Andreas Urs Sommer
lieferbar
36,00 €

Beschreibung

Vom Glück und Unglück des Nichtgeschriebenen*Für philosophisches Denken ist es wesentlich, in Alternativen zu denken. Immer anders, niemals konsequent – das ist exemplarische Philosophie.*Schon Sokrates fand nach Jahren intensiven Studiums der Philosophie nur eine Antwort auf all seine Fragen: »Ich weiß, dass ich nichts weiß.« Und Immanuel Kant, Königsberger Theorie-Ikone, traute sich über die Welt vor seiner Tür so wenig zu sagen, dass er sich selten um praktische Erkenntnis, dafür aber umso intensiver um die Bedingung der Möglichkeit von Erkenntnis überhaupt bemühte. Mit anderen Worten: Viele philosophische Bücher sind nie geschrieben worden – aus Respekt, aus Zeitmangel, aus Lustlosigkeit.*Höchste Zeit also für ein Lexikon der imaginären philosophischen Werke, das all diese unausgesprochenen Ideen vereinigt. Ob Seneca, Cicero oder Averroes, Ockham, Pascal oder Leibniz, von den deutschen Klassikern Fichte oder Kant ganz zu schweigen, und natürlich mit Blick auf die Modernen wie Carnap oder Benjamin und die Zeitgenossen wie Habermas – und viele, viele beinahe unbekannte Denker, zeigt uns Andreas Urs Sommer, wie die virtuelle Philosophie zu ihrem Recht kommt. Und die Philosophie wäre nicht die Königsdisziplin der Wissenschaft, wenn sie die kritische Würdigung des noch nicht Verfassten nicht gleich mit übernähme. Und so ist das Lexikon der imaginären philosophischen Werke beides – Konstruktion und Kritik des Virtuellen.*Wer dieses Lexikon der imaginären philosophischen Werke liest, stößt schließlich auch noch auf eine ganz seltene Einsicht:Es erweist sich als ein großes Glück, dass die meisten möglichen philosophischen Werke ungeschrieben geblieben sind.

Verlag
Die Andere Bibliothek
Erscheint
Februar 2012
ISBN
978-3-8218-6241-5
Format
Originalausgabe
Anzahl Seiten
300
Bandnummer
326
Sprache
Deutsch
36,00 €

Urheber:innen