Nirgends sind die Wellen so hoch wie in Nazaré – und so tödlich

Mit »Die Tote von Nazaré« startet Miguel Silva eine neue Krimireihe – angesiedelt in Nazaré, wo der Atlantik nicht nur spektakulär, sondern auch unberechenbar ist. Im Interview spricht er darüber, warum er diesen Schauplatz gewählt hat, wie sein neues Ermittlerduo entstanden ist und welche Spur der erste Fall von Beginn an legt.

Band eins erscheint am 11. Februar 2026, Band zwei im Frühjahr 2027.
Die Tote von Nazaré
Empfehlung

Die Tote von Nazaré

Ein Portugal-Krimi

Taschenbuch
16,00 €

Ihr Kriminalroman »Die Tote von Nazaré« spielt in Portugal, genauer gesagt in der Stadt der Wellen, Nazaré. Was hat Sie gerade an diesem Ort gereizt?

Nazaré hat eine besondere Lage; die Stadt liegt direkt am Meer, allerdings nicht in den typischen Touristengebieten im Süden Portugals, sondern etwa hundert Kilometer nördlich von Lissabon. Diese Gegend ist rauer, und Nazaré war lange Zeit eher ein Ort, den nur wenige Touristen und dann zumeist Portugiesen aufgesucht haben. Dass hier die höchsten Wellen der Welt zu finden sind, ist erst in den letzten Jahren bekannt geworden. Als Schauplatz für einen Roman bietet der Ort sehr viel: wunderbare Locations, eine einzigartige Landschaft, ein Fluchtpunkt für Expats, denen Lissabon zu teuer geworden ist, und auch viel portugiesische Geschichte.

Grafik mit sandfarbenem Hintergrund und Text: "Nirgends sind die Wellen so hoch wie in Nazaré – und so tödlich"

Sie haben mit der Deutschen Maren Berger und dem Portugiesen Inspetor Ferreira ein ungewöhnliches Ermittlerduo erschaffen. Was war Ihnen besonders wichtig, als Sie die beiden Figuren angelegt haben? 

Ich wollte zunächst eine Hauptfigur kreieren, die von außen kommt und Portugal für sich entdeckt, wie ich es selbst auch getan habe und immer noch tue. Da lag es nahe, eine deutsche Polizistin – ich schreibe ja für ein deutsches Publikum – nach Nazaré zu bringen. Maren Berger hat einen schweren Schicksalsschlag überstanden, sie hatte das Gefühl, eine Welle hat sie wieder aus der Dunkelheit ins Licht getragen, und nun sucht sie diese Welle in ihrem neuen Leben. Inspetor Ferreira stellt den anderen Pol dar, er ist der zuständige Ermittler, und er blickt anders aufs Leben, als Maren es tut. Zum Glück spricht er Deutsch, aber er erkennt bald, dass er eine Hilfe wie Maren Berger in einem Fall benötigt, der kompliziert ist und mit Machenschaften in Deutschland zu tun haben könnte. 

Sie arbeiten bereits am nächsten Band der Reihe, der im Frühjahr 2027 erscheinen wird. Was können Sie uns über den zweiten Fall für Maren Berger und Inspetor Ferreira verraten?

Ja, Maren Berger kehrt nach Nazaré zurück. Eine Freundin hat in der Nähe einen Pferdehof übernommen, und sie steckt nun in Schwierigkeiten. Ein Mord geschieht, und natürlich muss Inspetor Ferreira wieder ermitteln. Maren und er sind sich ja durchaus sympathisch, und vielleicht kommen sie sich ja auch menschlich noch ein wenig näher. Aber zuerst müssen sie ihren Fall lösen. 

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