BAND 240 (2008)

Reisen ins Reich 1933-1945

Ausländische Autoren berichten aus Deutschland
Herausgeber:in: Prof. Dr. Oliver Lubrich
vergriffen

Beschreibung

Der fremde Blick - das ist das Thema dieses Buches. Wie nahm die Außenwelt dieses entfesselte, der Katastrophe entgegentaumelnde Deutschland wahr? Was fiel Schriftstellern, Journalisten und anderen Augenzeugen auf?*Es ist ein höchst widersprüchliches Bild, das diese bisher kaum genutzten Quellen zeichnen. Nicht die politische Analyse steht dabei im Vordergrund, sondern die unmittelbare Alltagserfahrung.*Manche Besucher waren anfangs von der Dynamik des »Dritten Reiches« fasziniert. Einige blieben bis zum Ende Sympathisanten des Regimes; andere schildern den Prozess ihrer allmählichen Desillusionierung. Dagegen legten die kühleren Köpfe von Anfang an eine Hellsicht an den Tag, die beeindruckend ist. (So sah der schwedische Dichter Gunnar Ekelöf schon kurz nach der Machtergreifung den Zivilisationsbruch voraus, und die Amerikanerin Martha Dodd kam bereits 1938 zu dem Schluss, dass die Verfolgung der Juden in einer planmäßigen Vernichtungspolitik gipfeln würde.)*Die Liste der Zeugen ist eindrucksvoll: Samuel Beckett, Thomas Wolfe, Jean Genet, Max Frisch, Jean-Paul. Sartre, Karen Blixen, Georges Simenon, Virginia Woolf und Albert Camus waren in Deutschland; aber nicht weniger aufschlussreich sind die Beobachtungen von Vergessenen, von Unbekannten und von Exoten wie Shi Min oder József Nyírö die hier - meist zum ersten Mal - in deutscher Sprache erscheinen.

Verlag
Die Andere Bibliothek
Erscheint
Februar 2008
ISBN
978-3-8218-4550-0
Format
Originalausgabe
Anzahl Seiten
432
Bandnummer
240
Sprache
Deutsch

Urheber:innen