BAND 129 (2000)

Kaspar Hauser

vergriffen

Beschreibung

Neue Funde zu einem alten Rätsel*Ganze Bibliotheken sind über Kaspar Hauser geschrieben worden. Man sollte denken: Hier gibt es vieles zu interpretieren, aber nichts mehr zu entdecken. Umso erstaunlicher, ja fast unglaublich, daß sich nach fast hundertfünfzig Jahren ein umfangreiches Dokument gefunden hat, das hier zum ersten Mal gedruckt wird. Es handelt sich um die Aufzeichnungen Georg Friedrich Daumers, der sich im Juli 1829 des »sprachlosen Findlings« angenommen und ihn fünfzehn Monate lang in Nürnberg betreut und beobachtet hat. Daumer hat in späteren Jahren mehrere Schriften über Kaspar Hauser publiziert; doch das Primärmaterial, auf dem sie beruhen, galt als verloren.*Kriminalistische Sensationen haben diese tagebuchartigen Notizen nicht zu bieten, doch haben sie allen späteren Deutungen den frischen Blick und die unbezweifelbare Authentizität voraus. Gefunden wurde Daumers Text im Nachlaß der Familie Feuerbach. Von Anselm von Feuerbach stammt auch der klassische Bericht über diesen rätselhaften Fall, der hier zur Einführung vollständig abgedruckt wird. Eine weitere Entdeckung ist ein unbekanntes Memorandum von Anselms Enkel: Hinwegschaffung von Persönlichkeiten. Johannes Mayer und Jeffrey M. Masson, denen die Funde zu danken sind, runden den Band mit einem Bericht über die Hintergründe und mit einem Essay ab.

Verlag
Die Andere Bibliothek
Erscheint
Januar 2000
ISBN
978-3-8218-4129-8
Format
Originalausgabe
Anzahl Seiten
340
Bandnummer
129
Sprache
Deutsch

Urheber:innen