BAND 109 (1997)

Die Fehlgeburt einer Republik

Spektator in Berlin 1918-1922
Autor:in: Ernst Troeltsch
vergriffen

Beschreibung

Weimarer Warnungen*War da was? Und was war da? Wie die erste deutsche Republik geboren wurde. daran kann sich kaum mehr jemand erinnern. Die Ereignisse dieser entscheidenden Krisenzeit werden durch linke wie rechte Klischees verdunkelt. Den einen fällt nur das Versailler Diktat ein, die anderen begnügen sich mit Spartakus, Trommeln in der Nacht und dem Panoptikum des George Grosz.*Wie wäre es mit einem -Augenzeugen, der mit einer Folge von Reportagen und Analysen. mit einem großangelegten politischen Tagebuch dieses schiefe Bild zurechtrücken könnte? Es gibt ein solches Dokument, man hat es nur vergessen.*Kaum jemand hätte seinem Verfasser eine derart kämpferische, hellsichtige, direkte Intervention in das politische Geschehen zugetraut. Ernst Troeltsch war ein angesehener Religionshistoriker und Professor der Philosophie an der Berliner Universität. Als sich herumsprach, was sich hinter dem Pseudonym Spektator verbarg. unter dem er seine Berliner Briefe publizierte, waren viele überrascht, andere gar wütend. Troeltsch wollte eine Klasse, der er selbst angehörte, für die soziale Demokratie gewinnen: das Bürgertum, das der Weimarer Republik von Anfang an feindselig gegenüberstand. Er wandte sich den deutschen Sonderweg und setzte allen revolutionären und restaurativen Utopien das Pathos der Sachlichkeit entgegen. Das Scheitern der Republik hat er früh geahnt. Sein früher Tod im Jahre 1923 hat es ihm erspart. es erleben zu müssen. Heute, da die zweite deutsche Demokratie vor ihrer Bewährungsprobe steht, ist es an der Zeit, sich an die Erfahrungen und Warnungen dieses Vorläufers zu erinnern.

Verlag
Die Andere Bibliothek
Erscheint
Oktober 1997
ISBN
978-3-8218-4109-0
Format
Originalausgabe
Anzahl Seiten
380
Bandnummer
109
Sprache
Deutsch

Urheber:innen