24. Febr. 2022

»Der Amerikaner«: ein junger Kommissar im Berlin der Swinging Fifties

Ein junger Kommissar ermittelt zwischen Kaltem Krieg und Swinging Fifties im Mord an einem Journalisten. Dazu muss er die Bar- und Clubszene der Stadt eintauchen und entdeckt vor allem: Den Jazz. Passend zu seinem Buch »Der Amerikaner« hat der Autor Herbert Beckmann eine Playlist erstellt, ein Soundtrack, der einen mitten in die 50er Jahre katapultiert.

Berlin im September 1957. Eigentlich ist Kommissar Jo Sturm nur für Vermisstenfälle zuständig, doch als in Berlin ein amerikanischer Journalist ermordet wird, zieht man ihn hinzu – allerdings recht widerwillig, denn eigentlich wollen die älteren Beamten so einen jungen ehrgeizigen Ermittler nicht im Team haben. Doch auch die Veteranen der Polizei müssen einsehen, dass die Zeiten sich ändern: Sie sprechen kein Englisch und können daher nicht mit den amerikanischen Behörden in der Stadt kommunizieren.

Jo Sturm stürzt sich geradezu in die Ermittlungen – und in die Bars und Clubs von Berlin. Dabei lernt er nicht nur viele amerikanische Soldaten und einige interessante Damen kennen, sondern auch die besondere Musik, die die GIs aus den USA mitgebracht haben. Vor allem der Jazz hat in Deutschland Einzug gehalten.

Gewissermaßen als Soundtrack für sein Buch hat Herbert Beckmann, selbst ein ausgewiesener Musikkenner, eine besondere Playlist erstellt, die diese aufregende Zeit Ende der fünfziger Jahre akustisch wiederaufleben lässt. Viele Größen des Jazz wie Duke Ellington, Billie Holiday und Miles Davis findet man hier, aber auch Musiker wie Coco Schumann oder den deutschen Geiger Helmut Zacharias. Aber Jo Sturm hat bei seinen Ermittlungen noch eine andere Musik erlebt: die Anfänge des Rock’ n‘ Roll mit Elvis Presley, Bill Haley – und Peter Kraus. Viel Spaß damit!

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