Bücher gegen das Vergessen

Morgen wartet eine neue Welt: Bücher über das Ende des Nazi-Regimes

Guy Stern
Die Ritchie Boys Guy Stern, Walter Sears und Fred Howard mit kollaborierenden Kriegsgefangenen am Tag der Befreiung in Bad Hersfeld am 8. Mai 1945.

Am 8. Mai 1945 kapitulierte die oberste deutsche Heeresleitung in Berlin bedingungslos, und der Zweite Weltkrieg kam zu einem Ende. Bereits wenige Monate danach nahmen die ersten Verlage ihre Arbeit auf, darunter der neu gegründete Aufbau Verlag: Die Überzeugung der Grünungsväter war, dass die richtigen Bücher ein wichtiger Baustein dabei sein können und müssen, die Wiederholung einer derartigen Katastrophe zu verhindern. Wie wichtig das bis heute ist, sehen wir an den besorgniserregenden Entwicklungen in der Ukraine.

Umso notwendiger erscheint es heute, den Stimmen neu zu Gehör zu verhelfen, die davon erzählen, wie die Befreiung vom nationalsozialistischen Aggressor schließlich gelang: Zeitzeug:innen wie Anna Seghers, die im mexikanischen Exil weiter gegen die Nazis anschreibt, die niederländische Widerstandskämpferin Henriette Roosenburg, die von der Gestapo nach Deutschland verschleppt wurde und im Frühling 1945 den Heimweg quer durch Deutschland antritt, und Victor Klemperer, der durch die Ehe mit seiner nichtjüdischen Ehefrau Eva das Hitlerregime in Dresden überlebt – und die Naziverbrechen minutiös für die Nachwelt dokumentiert.

Bücher gegen das Vergessen

Im Gespräch

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Guy Stern
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13. Jan. 2022
Guy Stern, einer der letzten Ritchie Boys und Zeitzeugen der NS-Zeit, feiert am 14. Januar 2022 seinen 100. Geburtstag und nimmt uns in seiner Autobiographie »Wir sind nur noch wenige« mit auf eine Reise durch sein bewegtes und bewegendes Leben.