Helios Gómez kehrt zurück nach Berlin

Helios Gómez – Die Ästhetik der Revolution
Helios Gómez war Zeichner, Maler und libertärer Kommunist. Er wurde verfolgt, verhaftet und aus mehreren Ländern ausgewiesen. Im Winter 1928 ließ er sich in Berlin nieder. »Helios Gómez – Die Ästhetik der Revolution«, herausgegeben von Álvaro Garreaud und Moritz Pankok, macht sein Meisterwerk »Días de ira – Tage des Zorns« wieder zugänglich und stellt das Leben und Werk des Avantgardisten und Ausnahmekünstlers vor.

Das Buch erscheint am 15. November 2022.

Helios Gómez (geb. 1905, Sevilla – gest. 1956, Barcelona) stand im Zentrum der wichtigsten Netzwerke künstlerischen Schaffens in Europa Anfang des 20. Jahrhunderts. Seine Zeichnungen, Plakate und Gemälde erzählen aus einer subalternen und aktiven Perspektive den Einbruch des Proletariats in die Geschichte der Bilder. Während der Zeit der Diktatur in Spanien wurde er verfolgt und ging 1927 ins Exil. Nach einem Aufenthalt in Paris folgten die Stationen Brüssel, Wien, Moskau und im Winter 1928/29 schließlich Berlin.

Im Kreis der Assoziation revolutionärer bildender Künstler knüpfte er Beziehungen zur Dada-Gruppe und den Konstruktivisten und studierte moderne Typographie. 1930 veröffentlichte die Internationale Arbeiter-Assoziation in Berlin sein Meisterwerk »Días de Ira – Tage des Zorns«, das Realismus und Abstraktion, radikale Ästhetik und soziales Engagement verbindet und welches in diesem Buch vollständig reproduziert wird. Die 21 Zeichnungen in der untenstehenden Galerie fertigte Helios Gómez als Erinnerung daran an, was das Proletariat unter der Schreckensherrschaft in Spanien erduldete.

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