Beschreibung
Eine singuläre weibliche Stimme, die das Leben selbst zur Sprache brachte und unbeirrbar ihren eigenen Weg ging.
Das Prag der Dreißigerjahre war für viele Künstler die erste Station des Exils. Für Lenka Reinerová ist es die Stadt ihrer Jugend – eine Stadt der Theater und Kundgebungen, in der der drohende Krieg die Energie der Jungen bis zum Äußersten steigert. Mit sechzehn besucht sie nach der Arbeit als Schreibkraft Versammlungen und entlockt Erich Kästner die Erlaubnis, sein »Pünktchen und Anton« mit ihrer Theatergruppe zu inszenieren, weil ihr die Aufführung im Neuen Deutschen Theater zu »schal« war. Und sie spricht ungewöhnlich offen über eine der großen Lieben ihres Lebens: den Schauspieler Wolfgang Langhoff, der bereits verheiratet ist, als sie ihn kennenlernt. Die Erzählung führt durch ihre Haft im französischen Exil und mündet Jahrzehnte später in einen Premierenabend mit Jean-Paul Sartre. Noch vor der Pause verändert sich die Welt erneut: In den USA wird John F. Kennedy erschossen.
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